Storfjord und Umgebung (22.05. – 29.05.)

Nach der abenteuerlichen Umrundung von Stadlandet haben wir uns erst mal einen Tag Erholung in Sandshamn verdient; passenderweise lädt auch das Wetter – erstmals seit Utsira – nicht zu einem längeren Aufenthalt im Freien ein, es regnet zwar nicht, ist aber grau, kalt und windig, so dass wir den Tag entspannt an Bord verbringen.

Am folgenden Tag scheint die Sonne wieder, und wir machen uns auf den Weg zur Vogelinsel

Runde
Die Insel Runde

Hier soll es die südlichste Brutkolonie von Papageientauchern in Norwegen geben, und die würden wir doch zu gerne mal sehen. Schon bald erscheint die vorgelagerte Insel am Horizont: ein nach Südwesten steil abfallender Felssockel von etwa 300 Meter Höhe. Kein Problem im kleinen Hafen einen Liegeplatz zu bekommen: es ist noch nirgendwo viel Betrieb hier. Kaum ist das Boot festgemacht, brechen wir zu einer Wanderung zu den Vogelfelsen auf. Der Aufstieg kostet einige Mühe, und wenn wir auch keine brütenden Papageientaucher entdecken können (wohl aber Basstölpel, alte Bekannte von Helgoland), so belohnt uns die Insel aber mit spektakulären Aussichten über ein tiefblaues Meer mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund!

Der Storfjord windet sich tief ins Gebirge

Am nächsten Tag stellt sich die Frage: wie weiter? Fürs nächste Wochenende stellt der Wetterdienst nur Flaute in Aussicht, so dass wir beschließen, tief in den Storfjord bis Geiranger zu fahren und dort das Wochenende zu verbringen. Unmittelbarer als wir es im vergangenen Jahr im Hardanger- und Sognefjord erlebt haben, geht im Storfjord die maritime Inselwelt in ein Hochgebirgspanorama  über; die Berge sind zerklüfteter, überall liegt noch Schnee auf den Gipfeln. Mit einem Zwischenstopp in Sykkylven erreichen wir dann Freitagabend

Geiranger

Wie sich herausstellt, haben die Idee noch andere gehabt: der kleine Hafen ist gut gefüllt mit großen Motorbooten, aber es findet sich noch ein Platz für die ‚Orion‘. Nicht auszudenken, was hier in der Saison los sein mag … gut, dass wir den Abstecher jetzt und nicht auf dem Rückweg gemacht haben!

Am Samstagmorgen dann einige Unruhe auf dem Wasser: drei Kreuzfahrtschiffe besuchen den Fjord, das größte macht einen Steinwurf vom Yachtanleger entfernt an gewaltigen Muringbojen fest und beginnt, seine Fracht (deutscher) Touristen auszuspucken. Glücklicherweise kommen diese aber kaum über die Andenkenläden hinaus, so dass es in den Bergen nicht allzu voll wird, erst recht nicht am Sonntag, wo wir bis auf fast 1000 Meter aufsteigen und nur einer Handvoll Leuten begegnen.

Der Fjord ist nicht umsonst so berühmt: wirklich malerisch liegt er in der Landschaft, ringsherum schneebedeckte Berge … eine Postkartenidylle!

Wie gemalt liegt er da, der Geirangerfjord

Montag brechen wir aber wieder auf und motoren die 40 Seemeilen zurück, übernachten noch einmal in der Ankerbucht Honningdalsvågen und erreichen am Dienstag unsere letzte Station im Storfjord,

Ålesund

Die Stadt liegt verteilt auf mehreren Inseln, Wasser bestimmt das Stadtbild – und die vielen, nach einem Brand um die vorletzte Jahrhundertwende im Jugendstil errichteten Häuser.  Ålesund gilt als eine der hübschesten norwegischen Küstenstädte – was wir bestätigt finden!